Gestern ging es nach einem entspannten Frühstück überwiegend auf der Ringstraße bis zu einem Campingplatz in der Nähe von Borganes, quasi am Eingang zur Halbinsel Snaefellsnaes. Die Fahrt war wie immer ausgesprochen abwechslungsreich, sonnige Abschnitte wechselten quasi im Minutentakt mit heftigen Schneestürmen, sodass teilweise nur noch mit 40 km/h gefahren werden konnte.
Eigentlich wollte ich im Gebiet Thingvellir, wo ich ja bereits im vorletzen Sommer mit dem Dachzelt gecampt hatte, einne Spaziergang zu einem kleineren Wasserfall machen, leider war die Straße dorthin auf den letzten 5 Kilometern wieder gesperrt. Das war vielleicht ach ganz gut so, denn schon wenige Minuten später setzte wieder heftiger Schneeschauer ein, so ist das eben im März hier…
Dafür konnte ich am Campingplatz neben einer gut ausgestatteten Küche und heißen Duschen auch einen Hot Tube, quasi einen Whirlpool im Freien, nutzen. Es hat schon was, im warmen Wasser zu liegen, wenn gleichzeitig der Schnee herab rieselt.
Lanschaftlich liegt der Campingplatz jedenfalls sehr schön.
Heute Morgen ging es dann bei weiterhin sehr wechselhaftem Wetter durch eine mich sehr beeindruckende Landschaft, die natürlich jetzt im Frühling (also nach deutschem Verständnis immer noch im Winter) sich völlig anders präsentiert als vor zwei Jahren Im Juli.
Für 14 Uhr hatte ich eine Verabredung für eine Vulkan-Höhlentour, Vulkane gibt es auf Island reichlich, einige davon sind ja auch regelmäßig aktiv. Hier auf der Halbinsel hat der Snaefellsjökull durch Jules Verne Reise zum Mittelpunkt der Erde Berühmtheit erlangt, sein letzter Ausbruch ist allerdings schon rund 1.775 Jahr her; doch aus dieser Zeit stammen mehrere kleine und größere Höhlen, von denen einige besichtigt werden können. Also ging es mit Helm und Lampe bewaffnet etwa 35 Meter hinunter, ein sehr eindrückliches Erlebnis.











Und, habt Ihr die Lava-Stalaktiten gesehen? Selbst flüssige Lava kann so etwas ausbilden…
Am Nachmittag habe ich mir dann die „Unterkunft“ für heute Nacht angesehen, es ist ein Hostel, wo man mit seinem Camper davor parken und die Einrichtung des Hostels (Küche, Toilette, Dusche) mit benutzen kann, eigentlich eine coole Sache, allerdings auch die teuerste meiner diesjährigen Übernachtungen auf Island; aber sie haben einen sehr, sehr großen Aufenthaltsraum mit vielen, vielen Couches, alles ein wenig zusammen gewürfelt, aber irgendwie nett. Im Sommer gibt´s hier auch Live-Musik, Karaoke und anderes. Danach bin ich noch ein wenig herum gefahren, war am Strand, naja, fast am Strand, wäre ich weiter gefahren, hätte ich mich vermutlich fest gefahren.



Mit viel Glück habe ich für morgen Vormittag noch einen Platz auf dem Kutter, der zur Walbeobachtung heraus fährt, bekommen, denn eigentlich waren gestern schon alle Plätze ausgebucht, was mich tierisch geärgert hatte, denn den Plan hatte ich ja schon ein paar Tage und es waren immer genügend Plätze frei. Auch gestern Morgen noch, aber da ich mir nicht sicher war, ob ich wetterbedingt überhaupt bis hierhin komme, wollte ich erst einmal bis Borgenes fahren, denn das war die kritischste Strecke; doch als ich gestern dort ankam und die Tour buchen wollte, war sie plötzlich ausgebucht.
Ich habe daraufhin heute Vormittag dort angerufen und darum „gebettelt“, noch einen Platz zu bekommen und heute Abend kam dann die Zusage, puh, Glück gehabt.
Also geht es morgen, quasi das letzte Highlight dieser Reise, auf zur Walbeobachtung, denn um diese Jahreszeit ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, hier vor Snaefellsnaes Orcas zu sehen und diese Chance hätte ich nur sehr ungern verpasst.
Doch dazu dann morgen mehr, denn Ihr wißt ja, morgen ist ein anderer Tag.








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