Nach 2011 unsere nächste Reise in dieses wundervolle asiatische Land mit freundlichen Menschen, traumhafter Landschaft und absolut leckerem Essen. Mit einer knapp dreistündigen Zwischenlandung in Doha, der Flug war mit Qatar Airways, erfolgte gestern gegen 18.45 Uhr die Einreise in Bangkok. Glücklicherweise ist auch hier vieles bereits elektronisch, d.h. das Ausfüllen von irgendwelchen Einreisekarten entfällt, lediglich der Reisepass und der letzte boardingpass werden noch benötigt, sodass das gesamte Einreiseprocedere nach etwa 20 Minuten erledigt war und wir unsere Koffer vom Band nehmen konnten. Per SMS war ich über den Standort unseres Chauffeurs informiert worden, der allerdings nicht selber dort wartete, sondern ein Agent des Unternehmens rief den Wagen via Funk herbei, nachdem ich mich dort gemeldet hatte. Den richtigen Wagen dann zu finden war gar nicht so einfach, denn rund 200 Fahrzeuge warteten vor dem Terminal auf ihre Gäste, aber anhand es Kennzeichens hat es dann doch relativ schnell geklappt und los ging die wilde, ca. 40minütige Fahrt in die Innenstadt von Bangkok. Da das Hotel direkt an der Khao San Road liegt, ging es für einen kurzen Abstecher noch dorthin, bevor um 23 Uhr Ortszeit dann endgültig der Schlaf die Regie übernahm.

Das Frühstück im Hotel war ordentlich und entsprechend gestärkt ging es dann um 0900 mit einem privaten Chauffeur für etwa drei Stunden auf den Weg zum WFFT, einer Organisation, die sich um verletzte, ausgesetzte, mißhandelte oder auch aus unmöglichen Umständen befreite Tiere kümmert, darunter auch viele asiatische Elefanten.

Die Lodge liegt etwas abseits der großen Straße, die von Bangkok nach Hua Hin am Golf von Thailand führt, und bietet aktuell mehreren Hundert Tieren, darunter etwa drei Dutzend Elefanten, eine sichere Zuflucht.

Da unser Zimmer direkt an einem großen Wasserloch liegt, waren schon bei Ankunft zwei Elefanten direkt in unmittelbarer Nähe.





Morgen um 0930 startet eine ganztägige Führung mit Aktivitäten durch das Camp, u.a. zu Fuß mit Hintergrundinformationen zu mehr als 100 geretteten Tieren, darunter Gibbons, Elefanten, Hunde, aber auch Tiger mit ihren individuellen Stories. Am Nachmittag darf man dann noch selber „Hand anlegen“ und die Tierarztstation besichtigen und Futter für die Elefanten präparieren, eine sicherlich sehr spannende und bei etwa 36 Grad Celsius im nicht vorhandenen Schatten herausfordernde Aktion, doch dazu dann morgen mehr, denn Ihr wißt ja, morgen ist ein anderer Tag.

Tag 3

Was für ein Tag, was für eine Hitze, und trotzdem, der heutige Tag war unbeschreiblich, doch der Reihe nach: gegen 0800 gab es Frühstück und ab 10.00 Uhr wurde dann eine Einführung im Konferenzhaus des Camps präsentiert, die es in sich hatte. Vor allem für die vielen kleinen Kinder war es sicherlich eine echte Herausforderung zu sehen, aus welchen entsetzlichen Verhältnissen die Tiere gerettet und hierher verbracht wurden, selbst ich mußte das eine oder andere Mal echt schlucken bei den Szenen, wo mit versteckter Kamera gefilmt worden war, wie Baby.-Elefanten (aber auch Affen) von ihrer Mutter getrennt und anschließend so lange malträtiert wurden, bis sie „erziehungsfähig“ waren.

Danach ging es dann zu Fuß etwa 90 Minuten durch die Anlage, die in Summe etwa 50 Hektar umfasst, glücklicherweise mußten wir nicht alles bei etwa 33 Grad ablaufen, der Schweiß ran trotzdem.

Im Lauf des Tages sahen wir, d.h. eine Gruppe von etwa 50 Leuten, die aber in zwei Teile aufgeteilt wurde, jede Menge Tiere, hauptsächlich verschiede Affenarten, viele wurden vor ihrer Rettung als Haustiere gehalten, bis sie dann groß genug waren, um zu „stören“, aber auch Schildkröten, Otter, Tiger, Bären und Leoparden und natürlich Elefanten, die zum Schluß von uns auch mit Früchten gefüttert werden konnten. Ausgesprochen faszinierend, wie hart und fest sich so ein Elefantenrüssel anfühlt und wie filigran auf der anderen Seite ein kleine Stück Melone vorsichtig aus der Hand genommen und dann gekonnt ins Maul geführt wird.

Unser Guide Jan, ein Niederländer, ist übrigens als Volontär hier und bereits über 80 Jahre alt, unglaublich. Eine durchaus interessante und vermutlich erfüllende Art, seinen Lebensabend zu verbringen, wenn nur diese Hitze nicht wäre… 🙂

Morgen gegen 11 Uhr endet nun der Aufenthalt hier und es geht mit einem privaten Transfer an die Küste des Golfs von Thailand, nach Hua Hin, wo weitere Abenteuer warten, doch dazu dann morgen mehr, denn Ihr wißt ja, morgen ist ein anderer Tag.

An dieser Stelle ein eigentlich nicht üblicher Nachtrag, den zu veröffentlichen ich lange darüber nachgedacht habe, da ich anderen eigentlich nicht sagen will, was zu tun oder zu unterlassen ist, ich mich aber dann doch dazu entscheiden habe, es zu schreiben.

Elefanten sind weder Reittiere noch Zirkustiere und ja, ich schäme mich dafür, vor 14 Jahren, auf meiner ersten Reise durch Thailand einen Programmpunkt bei dem Veranstalter erlebe-fernreisen, gebucht zu haben, auf dem u.a. das „Reiten“ auf Elefanten ebenso wie das Vorführen von „dressierten“ Elefanten, die ein Bild malen (was für ein Schwachsinn!!) Teil des Programms war.

Das war falsch und, so weit ich weiß, ist es heute auch nicht mehr im Programm dieses Veranstalters, aber ich möchte jeden dazu ermutigen, derartige Veranstalter zu meiden, denn das, was diese Tiere dort „können“ ist weder artgerecht und schon gar nicht aus freien Stücken „erlernt“, sondern beruht auf körperlichen wie seelischen Gewalttaten, die nach meinem Verständnis nur zu verurteilen sind.

Tag 4

Leider hieß es nun heute Morgen wieder Abschied zu nehmen von der Elephants-Lodge, die die letzten beiden Tage zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht hatte und zu der ich, wie zu so vielen Orten 😀, gerne noch einmal zurückkommen möchte. Bevor der Shuttle nach Hua Hin aber zu 11 Uhr startete, gaben sich die beiden Haus-Elefanten noch einmal alle Mühe, den Abschied zu verschönern. Natürlich baden Elefanten gerne, ist bei diesen Temperaturen auch nachvollziehbar, aber das sie offenbar auch tauchen, war doch ein wenig überraschend.



Gegen Mittag erreichten wir dann Hua Hin, eine Stadt, die sich in den letzten Jahren offenbar touristisch massiv entwickelt hat und die zumindest im ersten Augenblick der totale Widerspruch zur letzten Station im Dschungel ist. Es wäre vermutlich schöner gewesen, noch eine Nacht länger im Camp und dafür nur zwei Nächte hier in Hua Hin zu bleiben, aber so ist es eben jetzt wie es ist.

Zumindest ist die Hotelanlage recht ruhig gelegen und auch durchaus ansprechend, nee, sie ist schon recht schön und auch der fast unmittelbar an der Anlage angrenzende Strand ist ganz nett, aber die vielen Hochhäuser in unmittelbarer Nachbarschaft lassen ein wirkliches Urlaubsfeeling nicht ernsthaft aufkommen.

Da es für den morgigen Tag keinen konkreten Plan gibt, wird sich zeigen, wie er verlaufen wird, übermorgen steht dann jedenfalls ein kleiner „Segel-Törn“ an, bei dem es hoffentlich genügend Zeit gibt, die Unterwasserwelt per Schnorchel und Maske zu erkunden, doch dazu dann morgen, oder vielleicht auch erst übermorgen, mehr, denn Ihr wißt ja, morgen ist ein anderer Tag.

Tag 4-6

Als ich vor etwa 5 Monaten diese Reise zusammenstellte, bin ich davon ausgegangen, dass die Tage im Elefenten-Camp eher anstrengend werden, sodass ein paar entspannte Tage am Strand von Hua Hin sicherlich ganz gut tun würden. So weit die Theorie. Die Praxis sieht so aus, dass ich lieber noch ein, zwei Tage länger im Camp geblieben wäre und auf Hua Hin – jetzt im Nachhinein – durchaus hätte verzichten können. Eigentlich war es schon klar, als wir auf Youtube ein Video von einem – natürlich deutlich jüngerem – Paar gesehen hatten, die hier in Thailand leben und auch in Hua Hin waren (und es toll finden!). Da sah aber schon im Film eher abschreckend aus… Natürlich ist es nicht wirklich abstoßend, aber es ist halt eine der größeren Städte Thailands, und hier wird gebaut ohne Ende, getreu dem Motto, höher geht immer.

Ernsthaft, hier will man doch nicht am Strand liegen!

Immerhin ist die Unterkunft durchaus eine Oase der Ruhe und entschädigt wieder ein wenig.

Den gestrigen Tag ging es für ein paar Stunden in den Pran Buri Nationalpark und dort auf einen Rundweg durch ein Mangrovengebiet, die Hoffnung, den einen oder anderen interessanten Vogel vor die Kamera zu bekommen, mußte ich aber schnell aufgeben, mehr als ein paar Krabben waren hier nicht zu sehen.

Und für den heutigen Tag war dann ein „Segeltörn“ geplant, auf einem alten Holz-Segler sollte es an der Küste entlang zu einsamen Stränden gehen. Okay, das Segel hatte eher kosmetische Zwecke, es lief praktisch die gesamte Zeit ein kräftiger Dieselmotor, und die einsamen Strände entpuppten sich als ein, zwei unbewohnte Inseln, vor der noch ein paar weitere Boote ankerten, natürlich mit, richtig, weiteren Touristen.

Ich will den Tag nicht schlechter machen als er war, er war ja auch ganz okay, das Mittagessen war recht lecker, der Kapitän mit seiner Piratenmütze war echt cool drauf und hat sich schon recht rührend um seine „Mannschaft“ gekümmert, im Endeffekt war es okay, es mal gemacht zu haben, eine große Wiederholungsgefahr besteht definitiv nicht.

Das waren also die beiden Tage in Hua Hin, morgen geht es dann weiter südwärts nach Chumphon, hier habe ich kurzerhand das Hotel noch umgebucht, denn eine weiteren Abend und Nacht in einer Stadt ist jetzt echt nicht mehr angesagt, zudem ist das neu gebuchte Hotel fußläufig von dem Pier entfernt, von dem aus übermorgen die Fähre nach Koh Tao geht, und es liegt am Strand, in der Natur, drumherum gibt es nicht viel, klingt gut, doch dazu dann morgen mehr, denn Ihr wißt ja, morgen ist ein anderer Tag.

Tag 7

Gestern verließen wir Hua Hin nach dem Frühstück, zunächst mit einem Tuk-Tuk, übrigens inzwischen keine Mopeds mehr, sondern kleine Mini-Autos mit überdachter Ladefläche für etwa 6 Personen (ohne Gepäck) zum Bahnhof und vor dort mit dem Zug 43 in Richtung Süden bis nach Chumphon. Da der Bedarf an Stadt mehr als gedeckt war, hatte ich kurzerhand das Hotel umgebucht und mich für eines direkt am Strand und in unmittelbarer Nähe des Piers, von dem nun in etwa 100 Minuten die Fähre nach Koh Tao abgeht, entschieden.

So sauber und gut organisiert der Bahnhof und die Abreise war, so anstrengend war dann doch aber die gut dreistündige Bahnfahrt, denn zum einen werden Klimaanlagen in diesem Zug offenbar überbewertet, stattdessen hingen ein paar Ventilatoren an der Decke, die die heiße Luft gut im Wagen verteilen konnten, und zum anderen hatte ich das Vergnügen neben einer jungen Frau zu sitzen, die, und auch ich kann mich keineswegs mehr unbemerkt hinter einem Laternenpfahl umziehen, mal locker den doppelten Umfang von mir hatte. Und da die Sitze jetzt weniger den europäischen Größen der Reisenden entsprachen, war es ein doch eher beengtes Reisen.

Aber auch diese gut drei Stunden gingen dann irgendwann zu Ende und mit einem Grab ging es dann zu unserer oben bereits angesprochenen Unterkunft am Meer. Apropos Grab, wenn ich das Prinzip richtig verstanden habe, sind das alles private Wagen mit ihren Besitzern, die diese App (Grab) installiert haben und bei Lust und Laune Personen befördern, d.h. ich als Reisender gebe meinen Standort und das gewünschte Ziel an, Grab gibt den – für unsere Verhältnisse extrem niedrigen – Preis vor (und kassiert vermutlich davon noch reichlich Provision vom Fahrer) und dann wird, sofern von mir bestätigt, diese Route im Umkreis veröffentlicht und jeder Wagen, der Lust hat, kann dann diese Fahrt annehmen. Auf der App kann ich den Standort des Wagens und live sein Näherkommen sehen (Orwell läßt – nicht nur hier – grüßen).

Das Besondere gestern war, dass es sich zum einen um ein eher kleineres Auto handelte (Ford Focus oder so ähnlich) und dass der junge Fahrer auch noch seine Frau/Freundin/Schwester/keine Ahnung dabei hatte und unser Gepäck nur partiell in den Kofferraum paßte, sodass wir mit einer großen und einer kleinen Reisetasche auf dem Rücksitz „Platz“ nehmen durften.

Aber auch diese 35 Minuten Fahrt fanden dann irgendwann ihr glückliches Ende und zur Belohnung gab es dann einen Bungalow in erster Reihe, direkt das Meer vor der Tür.

Nach einem entspannten Abend, mit ca. 20minütigem kompletten Stromausfall, und einer ruhigen Nacht, geht es nun in Kürze auf die Fähre und mit knapp zwei Stunden Überfahrt nach Koh Tao, wo wir – hoffentlich – am Pier von einem Fahrer der nächsten Unterkunft erwartet werden und uns dann dort für drei Nächte einquartieren werden. Morgen gibt es noch einmal einen siebenstündigen Schnorchelausflug (dieses Mal sind wirklich vier verschiedene Schnorchelspots vorgesehen), doch dazu dann morgen mehr, denn Ihr wißt ja, morgen ist ein anderer Tag.

Tag 8 – 10

Mittlerweile ist der zweite Abend auf Koh Tao angebrochen, wir sitzen wieder in der Strandbar und bereiten uns mit einem Mai Tai auf das Abendessen vor, diese Zeit nutze ich, um ein wenig über den gestrigen und vor allem über den heutigen Tag zu berichten. Da die Fähre gestern erst gegen 0130 pm von Chumphon aus losfuhr, mußten wir noch ein wenig Zeit in der letzten Anlage verbringen, dann aber ging es für knapp zwei Stunden auf einen voll ausgebuchten Katamaran. Was mir vorher nicht klar war, dieser fährt der Reihe nach die Inseln Koh Tao, Koh Pha Ngan und Koh Samui an, d.h. unser Fähre übermorgen ist prinzipiell identisch mit der von gestern, wir fahren dann lediglich den mittleren Abschnitt von Koh Tao nach Koh Pha Ngan (und weitere drei Tage später dann nach Koh Samui). Die Ankunft auf Koh Tao war trotz allen Chaos auf Grund der vielen Leute doch relativ entspannt, lediglich die 20 Bath Hafengebühr, die plötzlich zu bezahlen waren, irritierten etwas. Ohne diese Zahlung kam man aber nicht die rund drei Meter durch den Ankunftsbereich… ein wenig moderne Wegelagerei :-).

Eine Abholung durch das Hotel hatte ich im Vorfeld gebucht und so wurden wir auch erwartet und schnell zu unserer Unterkunft gebracht. Das hier zugewiesene Zimmer entsprach aber so gar nicht meinen Vorstellungen von einem SeaView-Chalet, sodass ich mich genötigt sah, an der Rezeption wieder vorstellig zu werden. Leider war das Hotel komplett ausgebucht, aber für heute versprach man mir, ein besseres Zimmer zu bekommen. Da heute aber auch der Schnorchelausflug stattfand, haben wir das Gepäck fertig gepackt im Zimmer gelassen, es wurde dann im Lauf des Tages in das neue Zimmer gebracht. Hier ist der Ausblick doch schon deutlich besser.

Bei meinem ersten gestrigen Schnorchelversuch habe ich mir vorsichtshalber mal das eine Knie so sehr an einem Stein aufgeschrammt, das gleich aus mehreren Stellen Blut floß (Hallo ihr lieben Haie, hier gibt´s Futter 😉 ), sah aber schlimmer aus, als es war, acht, neun Stiche und es war wieder verschlossen…

Nee, natürlich nicht, etwas Alkohol drauf und zwei Pflaster, alles war wieder gut.

Den Abend verbrachten wir in der Strandbar, genossen so einige Mai Tais und ein überraschend gutes Essen und dann ging es doch recht früh zu Bett, denn heute Morgen sollten wir ja bereits um 0800 vom Hotel abgeholt werden.

Pünktlich um 0730 ging es heute zum Frühstück, wir hätten uns aber auch etwas mehr Zeit lassen können, denn statt um 0800 wurden wir erst um 0825 abgeholt. Schon beim Einsteigen in das Tuk-Tuk, das uns abholte, wurden wir von einem anderen deutschen Paar (Ina und Joachim) begrüßt, die sich freuten, „endlich“ mal jemanden hier zu treffen, der auch deutsch spricht. Tatsächlich haben auch wir bislang kaum andere deutsche Urlauber hier getroffen was natürlich auch daran liegt, dass wir nie länger an einem Ort bleiben.

Eigentlich war derPlan für heute, einmal die Insel zu umqueren und an fünf verschiedenen Stationen Stops für Schnorchelgänge zu machen; auf Grund des heftigen Windes und der daraus resultierenden Strömung wurde aber kurzerhand umgeplant und es wurden lediglich Stops an der windabgewandten Seite angefahren.

Es gab u.a. eine Schildkröte, diverse verschiedenfarbige Fische und zum Teil noch gut erhaltene Korallen zu sehen, und gegen Mittag wurde auf dem Schiff Lunch serviert, der unter den gegebenen Umständen ausgesprochen gut war.


Gegen 1530 war die Tour dann beendet, wir wurden alle wieder zurück in unsere Unterkünfte gebracht und wir konnten unsere Wunden (verbrannte Stellen im Nacken und auf den Rückseiten der Oberschenkel) versorgen. Vermutlich habe ich zwischen zwei Schnorchelgängen es versäumt, diese Stellen wieder neu mit Sonnencreme zu schützen… :-(.

Morgen gibt es einen reinen Hoteltag, aber auch hier gibt es ein kleines Riff direkt vor der Haustür, welches morgen zu erkunden ist, doch dazu dann morgen mehr, denn Ihr wißt ja, morgen ist ein anderer Tag.

Tag 12

Heute morgen um 0830 wurden wir vom hoteleigenen Fahrer an den Hafen von Koh Tao gefahren, da dort um 0930 die etwa einstündige Überfahrt nach Koh Pha Ngan starten sollte. Vermutlich auf Grund des schlechten Wetters verzögerte sich die Abfahrt jedoch um knapp 30 Minuten und nachdem wir den mehr oder weniger geschützten Hafen verlassen hatten, wurde klar, diese Überfahrt kann lustig werden. Die Crew war auch schnell dabei, schwarze Kotztüten zu verteilen, sie wurden davon reichlich los. Mir macht es glücklicherweise nicht sonderlich viel aus, aber es wäre mir auch lieber gewesen, man könnte draußen sitzen, doch das Oberdeck war zum eine ohne Regenschutz und später dann auch gesperrt, vermutlich hatte man Angst, dass jemand bei dem Schlingerkurs über Bord gehen könnte.

Offenbar hatte der Katamaran ganz schön mit den Wellen zu kämpfen und so kamen wir etwa 45 Minuten später als geplant auf Koh Pha Ngan an. Unser Fahrer wartete natürlich trotzdem auf uns, sodass wir etwa 30 Minuten später in unserer neuen Unterkunft ankamen. Auf Grund der frühen Anreise war das Zimmer noch nicht fertig, aber wir mußten nur etwa eine Stunde am Pool überbrücken…, es gibt schlimmere Schicksale.

Das Zimmer ist in der ersten Reihe und hat eine sehr große Terrasse, auf der ich nun gerade sitze und schreibe.

Vielleicht noch ein paar Worte zu dem gestrigen Tag, denn da wollten wir ja eigentlich in der Bucht schnorcheln, da sie laut Angaben des Hotels viel zu bieten hat; leider hat das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht, es war den ganzen Tag über stürmisch und hatte recht hohe Wellen, einige haben es probiert, aber auch schnell wieder aufgegeben, das war schon ziemlich ärgerlich, aber halt nicht zu ändern. Stattdessen sind wir mit dem Taxi in die „Stadt“, d.h. zum Hafen gefahren, um dort noch mal nach diesen typischen, dünnen Hosen hier in Thailand zu schauen und tatsächlich haben wir jeweils zwei Stück kaufen können.Zur Belohnung und als kleine Entschädigung für den nicht erfolgten Schnorcheltag gab es dann bei Roberto eine typisch napolitanische Pizza 🙂 bzw. Burger mit Pommes für Katrin.

Den Rest des gestrigen Tages verbrachte ich dann mit Lesen, um mich dann am Abend mit großem Eifer weiteren Mai Tais zu widmen.

Zwar regnete es heute Nachmittag immer mal wieder kurz und nicht allzu heftig, trotzdem nahm ich mir meine Taucherbrille, Flossen und Kamera, um mir die Unterwasserwelt hier in der Lagune anzusehen. Tatsächlich kann ich dazu noch nicht allzu viel sagen, denn es geht extrem (!) langsam in tieferes Gewässer, die ersten bestimmt 50 Meter ist es nicht tiefer als maximal 1,5 Meter, aber auch dort schwimmen schon einige Fische herum, morgen werde ich mir das nochmals genauer ansehen. Apropos morgen, eigentlich sollte morgen ein Schnorchelausflug mit einem Veranstalter rund um die Insel stattfinden, dieser wurde aber schon vor Tagen abgesagt, da Sturm, heftige Wellen und Unwetter vorhergesagt waren. So schlimm wird es wohl nicht werden, die Tour fällt aber dennoch aus, ich hatte gerade noch einmal mit dem Captain geschrieben. Er hat mir zwar angeboten, dass ich morgen zur Tauchschule kommen kann, und er würde mich zu einem Spot fahren, aber er selber glaubt nicht, dass es dort viel zu sehen gibt, weil das Meer sehr unruhig ist und die Wellen eher hoch sind. Schade, auch auf diese Tour hatte ich mich sehr gefreut, denn rund um Koh Pha Ngan soll es schon einige wirklich gute Schnorchelspots geben.,

Also wird es morgen einen Strandtag geben, die Bucht hier an der Anlage lädt ja auch dazu ein und vielleicht lohnt sich ja das Schnorcheln hier auch noch etwas mehr, als ich es heute gemerkt habe.

Dazu dann aber morgen mehr, denn Ihr wißt ja, morgen ist ein anderer Tag.

Tag 13 und 14

Das stimmt natürlich so absolut nicht, aber tatsächlich waren die drei Tage auf Koh Pha Ngan doch eher recht entspannend, die geplante Schnorcheltour ist wetterbedingt tatsächlich ausgefallen, es gab einfach zu häufig (kurze) Regenschauer und teils heftige Gewitter, trotzdem haben wir die Zeit genossen, um mal so richtig auszuruhen.

Zudem konnte ich diese drei Tage nutzen, um mal mein neues Schnorchel-Equipment auszuprobieren und davon bin ich tatsächlich begeistert; so begeistert, dass ich mich frage, warum zuvor noch niemand auf diese Idee gekommen ist. Die klassische Schnorchel- oder auch Taucherbrille ist ja so konzipiert, dass halt Nase und Augen hinter der Maske verschwinden, aber das bedeutet, dass man während des Schnorchelns immer ein Mundstück vom Schnorchel im Mund hat, was zumindest bei mir dazu geführt hat, dass ich immer irgendwie Salzwasser geschmeckt habe und so richtig gefällt mir dieser Geschmack nun nicht.

Durch Zufall bin ich vor der Reise auf die neue Schnorchelmaske von Khroom gestoßen, die nun tatsächlich das komplette Gesicht, also inklusive Mund, abdeckt.

Dies ermöglicht ein freies Atmen durch Mund und Nase während des gesamten Tauchgangs bzw. der Schnorchelsession und der besondere Clou für Brillenträger wie mich ist es, dass sogar eine Sehhilfe mit eingebaut werden kann. Diese ist nicht zu verwechseln mit einer geschliffenen Tauchermaske, aber es können zwei Gläser mit in die Maske eingesetzt werden, die bis zu + oder -6 Dioptrin ausgleichen. Für mich, mit meinen +7,5 Dioptrin, ein absoluter Gamechanger! Ich hatte tatsächlich unter Wasser das Gefühl, alles mehr oder weniger richtig sehen zu können, was für ein Erlebnis! Damit eine der besten Investitionen in diesem Bereich für mich ever.

Der Nachteil daran ist, dass man damit kaum tiefer als drei Meter kommt, aber das ist für mich zweitrangig, ich will ja nicht tauchen, sondern tatsächlich nur schnorcheln.

Ich habe damit bzw. mit der GoPro 12 etwa zwei Stunden unter Wasser gefilmt, hier zwei kleine Ausschnitte davon:


In Kombination mit sehr leckerem thailändischen Essen, einigen Mai Tais und einer traumhaften Unterkunft waren diese drei Tage hier auf Koh Pha Ngan wunderschön und erholsam, sodass wir morgen entspannt unseren langsamen Rückweg beginnen können.

Zunächst geht es noch einmal für eine Nacht nach Koh Samui, wo es mit Sicherheit deutlich touristischer zugehen wird, um dann übermorgen Abend mit einem Abendflug nach Bangkok zurück zu fliegen, von wo aus es nach etwa vier Stunden Aufenthalt (die wir aber auch benötigen werden, da es sich um unterschiedliche Fluggesellschaften handelt und wir somit unser Gepäck abholen und wieder neu aufgeben müssen) weiter nach Doha geht, wo wir etwa 28 Stunden Aufenthalt haben werden. Für Doha habe ich noch einen organisierten Ausflug gebucht, doch dazu dann morgen oder übermorgen mehr, denn Ihr wißt ja, morgen ist ein anderer Tag.

Tag 15

Leider gib es über Koh Samui jetzt nicht allzu viel zu berichten, zum einen waren wir nur eine Nacht dort und zum anderen ist es einfach vollkommen touristisch. Die Unterkunft war direkt am Fisherman´s Village, hier tobt abends das Leben in vollen Zügen, es gibt einen Nachtmarkt (wo ich mir noch einmal ein paar dieser lockeren weichen Hosen gekauft habe) und jede Menge Restaurants direkt am Strand.

Spannend war, dass, während wir dort einen Drink zu uns nahmen, direkt vor uns eine echt geile Feuershop veranstaltet wurde.

Da unser Rückflug nach Bangkok erst am Abend starten sollte und wir leider keinen Late-Check-Out im Hotel bekamen, mußten wir zu 12 Uhr das Zimmer räumen, durften aber unser Gepäck an der Rezeption hinterlegen und konnten den Tag dann noch am Pool verbringen, sodass ich zumindest mit einem meiner beiden mitgenommenen Bücher weiterkam.

Ich hatte den Rückflug nach Bangkok für 20.30 Uhr gebucht, sodass wir kurz vor 22 Uhr gelandet wären und somit noch vier Stunden Zeit gehabt hätten, um das Gepäck wieder abzuholen (Bangkok Airways) und bei Qatar Airways wieder neu einzuchecken. So weit die Theorie.

Um 19.50 Uhr hieß es dann, dass der Flug erst um 21.20 starten würde, nun gut, das würde ja immer noch reichen. Um 20.45 hieß es dann, der Flug findet erst um 22.10 statt und wäre somit der letzte, der an diesem Tag von Koh Samui aus in Richtung Bangkok gehen würde. Das machte mich nun doch ein wenig nervös, denn dadurch, dass beide Flüge separat gebucht waren, wäre der Rückflug verloren, wenn die Maschine weiterhin verspätet wäre oder gar komplett ausfallen würde. Ich habe mal höflich am Counter nachgefragt, wie es denn nun aussähe und ob der Flug eventuell komplette gestrichen werden würde und wir in diesem Fall dringend auf einen in 30 Minuten startenden alternativen Flieger umgebucht werden müßten (was wäre dann eigentlich mit dem Gepäck??). Aber es hieß, dass unsere Maschine bereits gelandet wäre und wir in jedem Fall um 22.10 starten könnten

Was dann auch so passierte, wir hatten also immer noch genügend Zeit, um in Bangkok aus- und wieder einzuchecken, da mittlerweile auch die Einreise durch die Digitalisierung deutlich schneller geht als noch in 2011.

Und so starteten wir dann am letzten Tag unserer Reise pünktlich um 02.00 Uhr in Richtung Doha.

Tag 16

Als ich vor gut einem halben Jahr diesen Zwischenstop in Doha gebucht hatte, ging es mir in erster Linie darum, den langen Weg aus Thailand zurück nicht an einem Stück und auch nicht mit nur einem kurzen Zwischenstop in Doha zu gestalten, von Doha selber hatte ich zugegebenermaßen keine Ahnung, lediglich bei der von Qatar Airways für einen Zwischenstop angebotenen Hotelauswahl dachte ich mir schon, dass das ja ganz nett werden könnte.

Ich möchte ja nicht übertreiben, aber das ist der Hammer! Das St. Regis Doha fühlt sich an wie ein Traum, der am besten niemals aufhören sollte, glaubt mir, ich habe, auch auf Grund der langen Zeit mit Apple und diversen Veranstaltungen von und mit Apple so einiges an Hotels erlebt und auch dank der Leasingreisen diverse verschiedene Robinson-Clubs kennenlernen dürfen.

Um es kurz zu sagen, dass kann man alles getrost vergessen, die können sich allesamt hinten anstellen, dieses Hotel – und vermutlich auch all die anderen *****+-Hotels drumherum – steckt die alle in die Tasche.

Allein das Frühstücksbuffet heute morgen war unbeschreiblich, ernsthaft, ich wüßte nicht, wie ich das alles beschreiben soll, die Auswahl an warmen, kalten, süßen, scharfen, fruchtigen und natürlich klassischen Sachen war schier immens, für das Ablaufen aller Angebote kann Kilometergeld beantragt werden.

Übrigens, das komplette Gegenteil war das „Essen“ im Flieger, zumindest in der Economy von Qatar Airways braucht man sich auf die Nahrung nicht zu freuen, umso besser, dass der Magen ausreichend leer war, als es dann hier zum Frühstücksbuffet ging.

Und der absolute Hammer, der komplette rund 28stündige Aufenthalt kostet gerade mal € 67,00 für zwei Personen (plus Fahrkosten, etwa noch einmal so viel…)

Nach einer kurzen Verdauungsrunde ging es dann hinunter zum Spa-Bereich und von dort weiter durch schenbar unendliche Gänge bis zum Strand und dem davor gelagerten Pool.

Und nein, eigentlich ist so etwas gar nicht unseres, viel lieber Natur, wenig Menschen, einer von vielen Gründen, warum Schiffsreisen für uns z.B. gar nicht in Frage kommen (Und nein, die stereotypischen Aussagen „Nein, man merkt die 8.000 Menschen auf dem Schiff gar nicht“ glaube ich einfach nicht 🙂 ), aber dieser Zwischenstop für ein oder zwei Nächte ist, sorry, einfach geil.

Okay, für den Nachmittag stand dann noch etwas Kultur bzw. Geschichte auf dem Programm, bei GetyourGuide hatte ich eine Tour in den Norden von Katar gebucht, wo es zu einem bedeutenden Fort, zu einem alten Hafen und zu einem Mangrovengebiet gehen sollte. Ich mache es kurz, das Fort war interessant, alles andere, naja, der Mangrovenwald ist insofern interessant als das er im Prinzip mitten in der Wüste liegt und wohl auch der einzige hier in der Region sein soll (hab eich aber nicht nachgeprüft), Klimatisch bedingt ist es eher ein Wäldchen oder ein großes Gebüsch und die Anzahl der Krabben die darin leben, scheint auch eher überschaubar zu sein, zumindest hatten wir vor ein paar Tagen in Thailand da deutlich mehr gesehen, ist aber auch ein anderes Klima. So, und der Hafen, ja man sieht ein paar alte Schiffe, jede Menge Fangkörbe, mit denen sie Fischen fangen und ein paar verdammt große und vermutlich extrem teure Jachten, that´s it. Immerhin haben wir viel von dem Guide erfahren, u.a. dass etwa 3 Millionen Einwohner in Katar leben, davon aber nur etwa 10% hier Geborene (und auch nur die haben die katarische Staatsbürgerschaft), und von denen wiederum soll jeder zweite Millionär sein (habe ich jetzt auch nicht direkt nachgeprüft, könnte aber heute Abend mal im Restaurant zwei Kellner fragen, wer von ihnen beiden der Millionär ist…)

Nee, natürlich nicht, dass werden Pakistani, Inder oder andere eingewanderte Menschen sein, von denen wird wohl so schnell keiner Millionär.

Zudem gibt es in Katar keine Steuern, d.h. das gesamte Einkommen gehört Dir, die Gesundheitsversor-gung ist kostenlos (ob auch für alle gleich gut, weiß ich nicht), die schulische und universitäre Ausbildung ist ebenfalls kostenlos. Während der gesamten Schulzeit werden Jungen und Mädchen getrennt unterrichtet, an der Uni dürfen sie dann gemeinsam lernen.

Im Prinzip werden also die kompletten sozialen, infrastrukturellen und sonstigen Aufgaben vom Staat übernommen, die Grundlage dafür sind die riesigen Gasvorkommen, über die Katar verfügt.

Hm, finden die es dann eigentlich gut, wenn wir alle klimaneutral werden wollen (und müssen)? Nur mal so ne Frage.

So, jetzt wird dann noch einmal feudal essen gegangen, der (vermutliche) Hotel-Manager hat uns eben schon angesprochen, dass wir heute Abend gerne am Buffet teilnehmen können. Das, was wir davon gesehen haben, ist die rund 50€ pro Person allemal wert, aber ich befürchte, mein/unser Magen wird da nicht mitspielen, insofern werden wir uns wohl auf ein „normales“ Restaurant beschränken, auch dessen Speisekarte sieht äußerst ansprechend aus.

Morgen um 0630 geht´s dann mit dem Taxi wieder zum Flughafen, um 0910 startet der Flieger nach Berlin, wo wir dann gegen 13 Uhr oder so landen werden.

Fazit

Auch die zweite Reise nach Thailand war, mit Abstrichen, wunderschön, die letzte Nacht in Doha war der würdige Abschluß. Trotzdem würde ich, müßte ich diese Reise noch einmal zusammenstellen, auf die Zeit in Hua Hin verzichten, eine Nacht für einen Zwischenstop ist okay, drei Nächte müssen für mich definitiv nicht sein. Eine Nacht länger im Elefantencamp wären cool gewesen, ich glaube, sollte ich noch einmal nach Thailand reisen, würde ich dieses Camp wieder mitnehmen, vielleicht sogar zwei Nächte mehr, wenn man dort ein wenig – altersgemäß !! – mit anpacken kann.

So entspannt die Zeit auf den Inseln Koh Tao und Koh Pha Ngan auch war, ein wenig langweilig war es dann doch, zumal ja wetterbedingt auch einer der gebuchten Schnorcheltage ausgefallen ist. Also dann doch vielleicht nur eine Insel als Abschluß und davor etwas mehr Aktivität? Zu bedenken ist, dass bei 30 – 35 Grad Celsius und 95% Luftfeuchtigkeit Aktivitäten auch eine gewissen Herausforderung sind.

Ich freue mich wie immer über Kommentare, Kritik und Anregungen und ansonsten, bleibt neugierig!