Inzwischen sind schon wieder gut zwei Tage vergangen und ich bin etwas weiter westlich, allerdings wird aktuell meine Weiterfahrt erneut durch die Sperrung der Ringstraße (1) behindert, sodass ich mit einer Tasse Kaffee und einem Schoko-Croissant auf einer N1-Tankstelle sitze.
Vorgestern morgen hatte sich der Sturm gelegt, sodass ich nach einem entspannten Frühstück in Richtung Skaftafell-Nationalpark, wo am nächsten Tag die Gletschertour starten soll, aufbrach.
Auf dem Weg dorthin nutze ich noch einmal die Gelegenheit bei deutlich besserem Wetter einen Stopp an der Gletscherlagune Jökulsárlón und am Diamondbeach einzulegen, seit meinem letzten Besuch vor ein paar Tagen und vermutlich auch durch den Sturm hatte sich das Bild wieder völlig verändert.


Auch der Diamondbeach bot ein völlig verändertes Bild, viele der Gletscher-Bruchstücke waren an den Strand gespült worden.






Nach etwa zwei Stunden Aufenthalt hier ging es dann weiter zum Nationalpark, wo ich mal die Situation checkte, um dabei festzustellen, dass es für den etwa zweistündigen Marsch zum Sfartifoss bereits zu spät war, denn dann wäre es sich zeitlich mit Essengehen nicht mehr ausgegangen, da hier die Restaurants in der Regel um 20 oder spätestens 21 Uhr schließen, und das nächste interessante Restaurant war immerhin 50 Minuten entfernt (mit dem Auto :-))
Nach einer durchaus ordentlichen Peperonipizza und einem Glas Rotwein ging es dann wieder 50 Minuten zurück, mittlerweile hatte sich der Campingplatz gut gefüllt, und noch schnell unter die Dusche, noch ein wenig Podcast im Auto hören und dann die Nachtruhe beginnen, denn um 7 Uhr klingelt der Wecker.
Am nächsten Morgen gab es neben einem Kaffee noch etwas Brot mit Käse (ich hatte am ersten Tag sicherheitshalber gleich ein 750-Gramm-Stück gekauft) und dann machte ich mich auf den kurzen Fußweg zu Adventure Iceland, die praktischerweise ihren Sitz direkt neben dem Campingplatz haben.
Nach einer kurzen Einweisung, dem Anpassen der Spikes für das Laufen auf dem Eis und dem Anlegen des Gürtelgurtes (vermutlich hat der einen speziellen Namen, den kenne ich aber nicht…), ging es mit dem Reisebus der Organisation hinein in das Gletschergebiet.

Auf Grund der Größe der Gruppe, ca. 100 Leute…, wurden wir in diverse 12er-Gruppen aufgeteilt,
Danach hieß es Spikes anlegen und im Gänsemarsch hinein in den Gletscher bis zur Ankunft an der ersten – sehr kleinen – Eishöhle.
Nach etwa 10 Minuten des wartens, vor uns war noch eine andere Gruppe in der Höhle, ging es dann hinein, innen war es tatsächlich so eng, dass man immer nur alleine bis ans Ende gehen konnte, dazu mußte ich auch den Rucksack ablegen, denn es gab eine sehr enge Spalte zu überwinden, nichts für Leute mit Klaustrophobie.
Nin, ich kleiner Idiot dachte noch, ist ein netter Anfang, leider war es die einzige Höhle, die wir tatsächlich besuchten, alles andere als Höhle bezeichnete war eher ein Eisüberhang, nicht mehr. Im Endeffekt gin es jetzt noch rund eineinhalb Stundne durch Eiskanäle, nicht schlecht, aber nach dem dritten dann doch eher langweilig und im Gänsemarsch den Gletscher bergauf und bergab.
Um 10 Uhr war die Tour mit der Einweisung gestartet, gegen 14 Uhr waren wir wieder zurück.
Fazit: Wie immer bin ich froh, es gemacht zu haben, denn wirklich schlecht war es nicht, das Wetter war super, das Team war echt klasse, aber ich befürchte, ich hatte mir mehr erhofft. Trotzdem, einmal sollte man es mitmachen, für mich besteht aber keine Notwendigkeit einer Wiederholung.
Da ich aber noch nicht genug vom Wandern hatte, ging es nun hinauf zum Sfartifoss; auf dem Weg dorthin passiert man sogar noch zwei weitere kleine Wasserfälle.
Der Svartifoss hat durchaus etwas Besonderes, denn er stürzt in einem Rund von Basaltfelsen rund 50 Meter in die Tiefe und jetzt im Winter hinein in einen Berg aus Eis.
Gegen 16.30 Uhr war ich wieder zurück am Campingpkatz, schnell noch das Geschirr vom Morgen abwaschen und dann weiter in Richtung Westen. Auf dem Weg macxhte ich noch einen längeren Stopp bei Vik, wo der schwarze Strand mit seinen drei markanten Felsnadeln ein gutes Fotomotiv abgibt.
In der Nähe von Hella, wo ich am nächsten Morgen einige Höhlen besuchen wollte, fand ich einen Campingplatz, der zwar nicht geöffnet war, wo aber bereits andere Camper standen, sodass ich mich einfach dazu stellte.
Der nächste Morgen war ausgesprochen ungemütlich, es stürmte und schneite, sodass ich befürchtete, gar nicht bis zu den Höhen zu kommen, doch glücklicherweise waren die Strasse noch geöffnet, allerdings fühlte ich mich doch recht allein unterwegs…
Tatsächlich hatte ich eine rein private Höhlentour, da sich offenbar für die erste Tour um 10 Uhr niemand anderes angemeldet hatte. Mein Guide Stephan sprach sehr gut englisch, das meiste verstand ich auch, sodass ich einiges über die Besoedlung Islands vor mehr als 1200 Jahren erfuhr.
Nebenbei waren die die beiden Höhlen, die ich im Endeffekt zu sehen bekam, auch interessant und zum Teil beeindruckend.
Im Anschluß ging es dann immer schlechter werdendem Wetter weiter bis nach Hveragerdi, ab hier war die Strasse gesperrt.
Zwischenzeitlich ist das Wetter aber wieder besser geworden, die Ringstraße wurde wieder geöffnet und somit werde ich jetzt weiter fahren, denn für übermorgen, meinem letzten Tag, steht noch etwas Besonderes auf dem Programm, doch dazu dann morgen mehr, denn Ihr wißt ja, morgen ist ein anderer Tag.








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